Handwerkerrecht

wir möchten Sie an dieser Stelle über Neuigkeiten im Handwerkerrecht für ein an uns immer wieder herangetragenes Problem sensibilisieren, mit dem Unternehmen in zunehmendem Maße konfrontiert werden. Handwerkerrecht

Handwerksbetriebe, die von Verbrauchern in deren Privatwohnung mit Sanierungsarbeiten beauftragt werden, haben besondere Informationspflichten (§ 312d BGB) und müssen die Verbraucher auf ihr Widerrufsrecht (§ 312g BGB) hinweisen. Geschieht dies nicht, läuft der Unternehmer Gefahr, keine Vergütung für seine Leistungen zu erhalten.

Das gilt selbst dann, wenn die Leistungen vereinbarungsgemäß erbracht wurden und wenn die Leistungen qualitativ hochwertig und ihr Preis angemessen sind. Nach geltendem Recht könnte ein Verbraucher beispielsweise einen Bauunternehmer mit der Sanierung seiner Villa für eine halbe Millionen Euro beauftragen; wird der Vertrag nach langen Verhandlungen endgültig auf der Baustelle selbst geschlossen  – was durchaus üblich ist –  und unterlaufen dem Unternehmer dabei auch nur kleine Informationsfehler, kann der Verbraucher, selbst wenn er mit den Arbeiten zufrieden ist, nach Abschluss der Sanierung den Auftrag widerrufen und sein Geld zurückfordern, ohne Wertersatz zahlen zu müssen (vgl. § 357 Abs. 8 Satz 3 BGB).

Das kann durchaus im Einzelfall kleinere Handwerksbetriebe in die Insolvenz treiben.

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